Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Chinchillas, Gerbils und Degus sind Nagetiere mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Damit sie sich wohlfühlen, sollte man schon beim Kauf eines Heimes auf eine tierartspezifische Ausstattung achten. Natürlich freuen sich v.a. Meerschweinchen und Kaninchen auch über Freilauf im Garten. Zunächst für die Haltung im Haus hier eine kurze Übersicht: Hamsterheim
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| Größe: | Mindestgrundfläche etwa 120 x 60 cm. |
| Ausstattung: | weit auseinanderstehende Gitterstäbe, hohe abnehmbare Schale aus Kunststoff, die leicht zu reinigen ist. |
| Einrichtung: | Schlafhäuschen, Heuraufe, rutschfester Futternapf, Trinkflasche sowie zur Beschäftigung ein wechselnder Parcours mit verschiedenen Ebenen des Käfigs. |
| Größe: | 4,5 x Körperlänge, mind. 120 x 60 x 50 cm. |
| Ausstattung: | weit auseinanderstehende Gitterstäbe, hohe abnehmbare Schale aus Kunststoff. Möglich ist auch ein für die Tiere frei zugänglicher Käfig aus Holz. |
| Einrichtung: | Schlafhaus aus Holz oder Kunststoff oder Schlafecke aus Heu und Stroh, Heuraufe, rutschfester Futter- und Trinknapf, Kaninchentoilette aus Kunststoff, „Buddelkiste“, ausgehöhlte Baumstämme zum Durchkriechen und verstecken, etc. |
| Größe: | mind. 100 x 50 x 30 cm. |
| Ausstattung: | Querverdrahtete Gitterstäbe, hohe Bodenwanne, gefüllt mit Sand oder Einstreu zum Graben |
| Einrichtung: | Schlafhäuschen und Höhlen zum Verstecken, Heuraufe, rutschfester Futter- und Wassernapf, Beschäftigungsmaterial wie Aststücke (Birke, Buche, Haselnuss), Küchenrolle, Kartonverpackungen, Toilettenpapier. Nicht zu empfehlen sind Plastikirrgärten und –röhren. Plastik wird angenagt, durch mangelnde Zirkulation siedeln sich Schimmel, Pilze und Bakterien an. |
Chinchillaheim
| Größe: | mind. 100 x 50 x 120 cm |
| Ausstattung: | Waagrechte oder maschendrahtartig quadratisch angeordnete Gitterstäbe, um den Tieren ein Abfedern beim Klettern und Springen zu erlauben |
| Einrichtung: | Mehrere Sitzbretter, Kletterzweige, Schlafhäuschen, rutschfester Futter- und Wassernapf, Badewanne mit Spezialsand zur Fellpflege, Heuraufe |
Gerbilbau
| Größe: | 100x50 cm mit einer Tiefe von mind. 50 cm, da die mongolischen Rennmäuse ein ausgeprägtes Grabebedürfnis haben |
| Ausstattung: |
Terrarium oder Aquarium, als Einstreu Sand oder Hobelspäne in Verbindung mit Papier, Heu und Tonröhren zum anlegen stabiler Gänge. |
| Einrichtung: |
Schlafhaus, Sandbad zur Krallenpflege, zum Stressabbau und zur Fellpflege, rutschfester Futter- und Wassernapf, Heuraufe. |
Deguhaus
| Größe: | mind. 100x80 cm mit einer Höhe von 180 cm, da Degus gerne erhöhte Sitzplätze einnehmen, um das Revier zu sichern |
| Ausstattung: |
geeignet sind Nager- und Vogelvolieren |
| Einrichtung: | als Einstreu eignet sich feines Buchengranulat, Mais-, Hanf-, Pflanzen- oder Leinenstreu gemischt mit Heu und Stroh, Sandbad zur Fell- und Krallenpflege, Unterschlupf, Wurzeln, Äste und Steine zum Klettern, rutschfester Futter- und Wassernapf, Heuraufe |
Haltung
von Kaninchen und Meerschweinchen im Freien
Werden
die Tiere nur im Käfig gehalten, muss unbedingt ein täglicher
kontrollierter Freilauf von 4-6 Stunden gewährleistet sein, da es sonst
zum Verkümmern der Muskulatur, Verfettung und Verhaltensstörungen
kommen kann.
Optimal
ist die Haltung von Kaninchen und Meerschweinchen im Freien. Versetzbare
Außengehege müssen ausreichend groß sein, eine Mindestfläche von
1x2m ist empfehlenswert. Das Gehege darf wegen der Gefahr eines
Hitzschlages nicht im Ganzen der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt
sein, sondern muss jederzeit wenigstens teilweise beschattet sein.
Für Kaninchen sollte der Käfig mindestens 1m hoch sein, da
diese Tiere gerne auf erhöhten Ebenen sitzen und auch das Sitzen auf
den Hinterbeinen möglich sein sollte. Es ist auf genügend Schatten und
eine gute Sicherung gegen Greifvögel, Marder, Katzen u.ä. zu achten.
Um das Durchgraben der Tiere zu verhindern sollte auch in der Erde eine
Schutzvorrichtung von ca. 30 cm eingelassen sein. Auch im Außengehege
darf ein wetterfester Unterschlupf nicht fehlen, die Futterstelle sollte
überdacht sein.
Ernährung
Ihres Heimtieres
Kaninchen, Meerschweinchen und
Chinchilla sind Pflanzenfresser. Das im Handel erhältliche Körner-
oder Kraftfutter ist wenn, dann nur in geringen Mengen (1 Teelöffel pro
Tier pro Tag) anzubieten, da es sonst zu Übergewicht,
Mangelerscheinungen, Durchfall oder Zahnproblemen kommen kann.
Auch diverse Leckerchen wie Joghurtdrops
o.ä. sind eher schädlich für Ihr Tier.
Wichtig ist das tägliche
Anbieten von frischem Heu, welches rohfaserreich und relativ zäh ist.
Die Tiere kauen lange, wodurch ein gleichmäßiger Zahnabrieb gewährleistet
wird. Zudem wird viel Speichel gebildet, welcher das Milieu für die
Darmbakterien optimiert und die Verdauung ankurbelt.
Neben Heu sollte täglich
frisches Grünfutter wie Möhren, Äpfel, Kohlrabi, verschieden Salate,
Kohl, etc angeboten werden. Vorsicht ist geboten bei Umstellung auf
ungewohntes Futter. Die Tiere sollten langsam daran gewöhnt werden, um
Magen-Darmprobleme wie Durchfall oder Blähungen zu vermeiden.
Um dem Nagetrieb
nachzukommen und einen gleichmäßigen Zahnabrieb zu gewährleisten
eignen sich Zweige von Obstbäumen, Haselnuss-, oder Ahornäste.
Nagesteine oder Nagehölzer aus dem Handel sind ebenfalls ungeeignet, da
deren Oberfläche zumeist aus einer Zuckerschicht besteht.
Wasser sollte den
Tieren natürlich täglich frisch in ausreichender Menge angeboten
werden. Dabei sind Näpfe aus Ton wesentlich geeigneter als Wassertränken,
da diese schlecht zu reinigen sind und sich gerne Bakterien und Pilze
ansiedeln. Außerdem kann im Winter die Zunge der Tiere am Metallteil
der Tränke anfrieren.
Hamster, Degu, Gerbil
und Maus sind Körnerfresser und sollten speziell für die einzelne
Tierart erhältliches Kraftfutter zur freien Verfügung erhalten. Dieses
besteht meist aus einer Mischung aus Samen, Wurzeln, Knollen und Blättern.
Zusätzlich kann auch frisches Obst und Gemüse oder trockenes Brot
gegeben werden.
Als Nagematerial
dienen Zweige von Linde, Ahorn, Eiche oder Obstbäumen.
Eine Besonderheit gilt
bei den Degus: Diese neigen zu Diabetes und Verfettung. Das Futter
sollte immerrohfaserreich sein und einen geringen Anteil an leicht
verdaulichen Kohlehydraten (z.B. kein Brot oder süße Früchte), Fett
und Eiweiß haben.
Wasser sollte den
Tieren natürlich täglich frisch in ausreichender Menge angeboten
werden. Dabei sind Näpfe aus Ton wesentlich geeigneter als Wassertränken,
da diese schlecht zu reinigen sind und sich gerne Bakterien und Pilze
ansiedeln. Außerdem kann im Winter die Zunge der Tiere am Metallteil
der Tränke anfrieren.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.